Schreib ein Gedicht, das sich nicht reimt

Uralter Teich. Ein Frosch springt hinein. Plop.*
Der Vers schafft ein Bild vor deinem inneren Auge - vom Frosch, der mit einem Plop in den Teich springt.

Das nennt man ein Haiku. Haiku ist keine fernöstliche Kampfsportart, sondern ein japanisches Kurzgedicht, man sagt sogar, Haiku sei die kürzeste Gedichtform der Welt. Ein Haiku hat nur drei Zeilen. Es ist dadurch ganz einfach und sagt nicht alles. Und gerade darum ist das Haiku oft sehr eindrücklich. Dein Publikum kann sich selber seine Gedanken dazu machen. Früher hatte ein Haiku eine streng vorgegebene Anzahl Silben: Erste Zeile fünf Silben, zweite Zeile sieben Silben, dritte Zeile wieder fünf Silben.

Esknarrt im Baumhaus
Der Wind fährt in die Äste
Nina hört still zu


Heute darf man auch mehr Silben pro Zeile verwenden, denn es geht beim Haiku vor allem um den Klang und darum, was die Geschichte in dir auslöst.

*ein bekanntes Haiku von Matsuo Bashõ (1644–-1694), übersetzt aus dem Japanischen

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