Hugos schwimmende Büroklammer

«Ich kann eine Büroklammer zum Schwimmen bringen», sagt Hugo feierlich.

«Ich fülle mein Glas fast randvoll mit Wasser. Dann nehme ich eine Papierserviette. Davon reisse ich nun ein kleines Stück ab. Das Papierstück muss ein bisschen grösser sein als die Büroklammer. Jetzt reibe ich die Büroklammer zwischen meinen Fingern, damit sie etwas fettig wird.»
«Ja, fettig und schmutzig, wenn man so deine Finger anschaut», kichert Nina. – «Stimmt, ich könnte wieder mal meine Nägel putzen. Aber lenk jetzt nicht ab, Nina! Nun lege ich die Klammer auf das Papier und lege dann beides zusammen ganz vorsichtig auf das Wasser. Ja nicht zittern!» – «HAAATSCHI!», niesst Tobi so donnerlaut, dass Hugo zusammenzuckt und die Büroklammer ins Glas fallen lässt. «Hast du mich erschreckt, Tobi! Jetzt ist die Büroklammer nass. Also, von vorn. Ich muss sie erst wieder abtrocknen.» Hugo trocknet die Büroklammer und legt sie dann zusammen mit der Serviette aufs Wasser. «Wehe, einer von euch macht nochmals Hatschi! Jetzt schaut genau zu.»


Nina und Tobi beobachten gespannt die Büroklammer, die auf der Serviette liegt. Nach einer Weile hat sich die Serviette mit Wasser aufgesaugt und sinkt auf den Boden des Glases. Die Büroklammer bleibt schwimmend auf der Wasseroberfläche liegen. «Grossartig! Hugo der Schwebekünstler! Wieso kannst du das?», fragt Nina. «Das ist wegen der Spannung, die an der Wasseroberfläche herrscht. Die winzigen Wasserteilchen kleben nämlich an der Oberfläche des Wassers ganz fest zusammen. So fest, dass sie sich wie ein dichtes Netz über das Wasser spannen und eine Art Wasserhaut bilden. Diese Wasserhaut trägt die Büroklammer.»


«Und wenn Hugo im Schwimmbad den Bauchklatscher macht!», ruft Nina fröhlich, «dann tönt das deshalb so laut, weil du mit deinem Aufprall mit voller Kraft diese Wasserhaut zerreisst! Etwa so: PLATSCH!», ruft sie und schnippt mit ihrem Finger in ihr Wasserglas, sodass es nur so spritzt – Hugo mitten auf die Nase. «Na warte!», Hugo springt auf, Nina steht auch blitzschnell auf, und sie rennen einander hinterher, dreimal um den Tisch, bis sie sich lachend wieder auf ihren Stuhl fallen lassen. «Hihi, übrigens, dein Experiment erinnert mich an einen Witz», lacht Nina: «Eine Stecknadel und eine Nähnadel schwimmen um die Wette. Die Stecknadel gewinnt. «Kein Wunder», sagt die Nähnadel, «ich hatte eben Wasser im Öhr.»

 

Du brauchst :

  • ein Glas voll Wasser
  • ein saugfähiges Stück Papier wie Löschpapier, Papiertaschentuch oder Papierserviette
  • eine Büroklammer
 

Das hat andere Kinder auch interessiert

Klick dich durch die Galerie

In meiner Familie…

Brauchst du Hilfe?

Brauchst du Hilfe?